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Wenn Sie an einem eingeschränkten Hörvermögen leiden, ist es manchmal schwer, ein Gespräch zu führen oder zu verstehen, was gesagt wird. Deshalb habe ich ein paar Tipps zusammengestellt, die Sie nutzen können, um jedes Gespräch zu einem Erfolg zu machen.

Es gibt zwei Kategorien: Tipps, die Sie im Vorfeld anwenden, und solche, die Sie während des Gesprächs nutzen können.

Strategien im Vorfeld

Durch Vorbereitung eines Gesprächs verschafft man sich Hintergrundwissen zum Thema bzw. zu den Hauptargumenten, die vorgebracht werden könnten. Hier einige Möglichkeiten, wie Sie sich vorbereiten und mögliche Schwierigkeiten vermeiden können.

  1. Wenn es um einen Film oder ein Theaterstück geht, lesen Sie die Kritiken oder Inhaltsangaben.
  2. Lassen Sie sich vor Meetings die Tagesordnung geben.
  3. Wenn das Gespräch der Gruppe schon in vollem Gange ist, bitten Sie um eine kurze Zusammenfassung des bisher Gesagten.
  4. Wenn es sich um eine große Gruppe mit einigen unbekannten oder nur oberflächlich bekannten Teilnehmern handelt, versuchen Sie, sich die Namen aller Beteiligten einzuprägen.
  5. Fassen Sie zusammen, was Sie gehört haben, und wiederholen Sie es gegenüber dem Redner.
  6. Wenn Ihnen jemand wichtige Informationen gibt, bitten Sie ihn, das Wesentliche aufzuschreiben.

Strategien während des Gesprächs

Teilen Sie Ihrem Gegenüber mit, wenn Ihnen die Kommunikation Schwierigkeiten in ihrem Hörvermögen bereitet. Die meisten Menschen sind bereit zu helfen, wenn das bedeutet, dass Sie sie besser verstehen. Hier einige Möglichkeiten, wie Sie um Hilfe bitten können:

  1. Bitten Sie die anderen, Ihnen Fragen zum bisher Gesagten zu stellen, oder stellen Sie Ihrerseits Fragen, um sicherzugehen, dass Sie folgen konnten.
  2. Bitten Sie die anderen Teilnehmen, etwas lauter, aber in normaler Stimmlage zu sprechen.
  3. Lassen Sie sie wissen, dass sehr laute Stimmen ebenso schwer zu verstehen sind wie sehr leise.
  4. Oder bitten Sie sie, etwas langsamer zu sprechen und zwischen den Wörtern kleine Pausen zu machen.
  5. Erklären Sie, dass kurze und aktive Sätze wie „Der Junge trifft den Ball“ leichter zu verstehen sind als längere, wie „Der Ball wurde von dem Jungen getroffen“.
  6. Bitten Sie sie, das Gesagte anders zu formulieren, und erklären Sie, dass es wenig hilfreich ist, dieselben Worte immer wieder zu wiederholen.
  7. Bitten Sie sie, ihre Botschaft mit natürlichen Gesten und einem natürlichen Gesichtsausdruck zu unterstreichen.
  8. Prüfen Sie von Zeit zu Zeit, ob Sie noch richtig folgen können, indem Sie das Gesagte zusammenfassen und fragen, ob das so korrekt ist.

Mit diesen Tipps sollten Sie selbstbewusster in ein Gespräch gehen können, in dem Wissen, dass Sie die Zeit und den Informationsaustausch werden genießen können.

 

Beim Verfassen dieses Beitrags wurden wir von Janet Lane, einer Rehabilitationstherapeutin bei MED-EL, unterstützt.

 

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