Blums behandelnde Ärzte nahmen Kontakt mit der Hals-, Nasen-, Ohrenklinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) auf. Der dortige Leiter, Prof. Thomas Lenarz, vermutete, dass das neuartige Corona-Virus, ähnlich wie andere Atemwegsinfekte auch, das Innenohr in Mitleidenschaft ziehen könne. Denn das Virus kann über die druckausgleichende „Eustachische Röhre“ vom Rachen ins Mittelohr und von dort weiter ins Innenohr (Cochlea) vordringen. Wenn die empfindlichen Sinneszellen der Cochlea, die sogenannten Haarzellen, irreparabel zerstört sind, ist die Verarbeitung von Schallwellen – und somit Hören – nicht mehr möglich. Lenarz riet schließlich dazu, Hartmut Blum zur weiteren Behandlung nach Hannover zu verlegen.