in Gastbeiträge

Ich heiße Robert, bin 35 Jahre jung und lebe in Tirol, Österreich. Seit ich 10 Jahre alt bin, fahre ich Skateboard – damals wie heute mein Lieblingshobby. Außerdem bin ich gerne in der Natur mit meinem Hund Nahla.

Vor etwa 6 Jahren bemerkte ich, dass ich nicht mehr so gut hörte. Anfangs dachte ich mir nicht viel dabei, nahm an, dass meine Ohren einfach zugefallen waren – bis ich plötzlich fast gar nichts mehr hörte. Erst dann ging ich zum HNO-Arzt.


Cholesteatome waren die Ursache
Der Arzt untersuchte meine Ohren und schickte mich sofort in die Klinik – in diesem Moment wurde mir bewusst, dass es wohl doch etwas Ernsteres sein musste. Die Ärzte an der Klinik stellten beidseitig Cholesteatome fest. Das sind Wucherungen des Gewebes im Mittelohr, die meinen Hörverlust verursachten. Die Ärzte gingen davon aus, dass sie aufgrund von unbehandelten Mittelohrentzündungen in meiner Kindheit entstanden waren.

Die Cholesteatome mussten operativ entfernt werden. Ich wurde 4 Mal auf der linken und 3 Mal auf der rechten Seite operiert. Nach der sechsten OP hatte ich plötzlich große Probleme mit Schwindel und musste deshalb noch einmal operiert werden. Mittlerweile geht es mit geöffneten Augen gut, aber wenn ich die Augen schließe, ist das Schwindelgefühl nach wie vor da.


Der Einfluss auf das Sozialleben ist enorm
Nachdem die Cholesteatome entfernt worden waren, hatte ich links einen Hörverlust von 85 dB und rechts von 55 dB. Das machte das Leben sehr schwierig. Meinen Job als Store Manager konnte ich nicht mehr richtig ausüben und ich zog mich aus meinem sozialen Umfeld zurück. Man kann sich nicht vorstellen, was es bedeutet, schlecht zu hören, die Leute ständig bitten zu müssen, sich zu wiederholen, die Kassiererin im Geschäft nicht zu verstehen oder beim Arzt nicht zu hören, wer gerade aufgerufen wird. Irgendwann fehlt einem die Motivation zum Nachfragen und man zieht sich zurück. Ich fing an, soziale Kontakte zu meiden, wollte mich dem Stress nicht mehr aussetzen. Die einfachsten Dinge wurden plötzlich zu Hürden. Teilweise war ich auch einfach überfordert mit der Situation. Immerhin war ich immer sehr sportlich und gesund gewesen – und plötzlich war alles anders. Das schlägt auf die Psyche. Auch die zahlreichen OPs und die Schonungszeit danach waren für mich eine riesige Herausforderung.


Dann ging es bergauf
Ich war extrem froh, als sich nach der sechsten OP eine Ärztin meiner annahm. Sie meinte, ich müsse sofort Hörhilfen bekommen und dass man mich nicht länger so isoliert leben lassen könne. Von diesem Moment an ging es endlich bergauf! Ich hatte noch eine siebte OP und bekam danach ADHEAR.

ADHEAR hat bei mir von Anfang an super funktioniert. Als ich das Gerät zum ersten Mal probiert habe, sind mir die Tränen in die Augen geschossen. Auf einmal wurde mir klar, was ich alles nicht mehr gehört hatte: Vogelzwitschern, Hundebellen – all diese Geräusche waren weg gewesen! Das Gefühl war einfach nur überwältigend! Der Akustiker meinte, mein Hörvermögen hätte sich um 70% verbessert – nicht vorstellbar!


ADHEAR gab mir mein normales Leben zurück
Seit ich ADHEAR habe, ist mein Leben wieder normal. Ich kann fast alles machen, was ich vor meinem Hörverlust gemacht habe. Ich treffe mich mit Freunden, traue mich wieder, Leute anzusprechen und auch die Arztbesuche sind nicht mehr so unangenehm. Vor allem bei der Arbeit, bei Terminen und beim Fernsehen ist ADHEAR sehr nützlich – jetzt müssen sich die Nachbarn nicht mehr wegen des zu lauten Fernsehers beschweren.

Mein Rat an andere Menschen mit Hörverlust: Wartet nicht so lange wie ich auf die Behandlung. Besorgt euch eine Hörhilfe, damit ihr hört, wie schön das Leben ist. Und ich kann allen ADHEAR nur empfehlen. Vor allem denen, die eine super Lösung ohne Operation möchten.

Danke, Robert!

 

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