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Busse, Autos und Züge gehören zum täglichen Leben einer jeden Familie, um zur Arbeit, zur Schule oder einfach nur mal raus zu kommen. Und egal, wie alt oder wo sie auf der Welt zu Hause sind, Kinder lieben Spielzeugautos! Beim Spielen mit Ihrem Kind und seinen Autos können Sie darüber hinaus ganz nebenbei seine Hör- und Sprechfähigkeit fördern. Natürlich könnte man Spielzeugautos auch ganz einfach kaufen, aber seine eigenen zu basteln, bringt noch mehr Spaß. Je nach Alter Ihres Kindes können Sie dabei viele neue Wörter und Sprachkonzepte einfließen lassen. Das Ausschneiden und Zusammenkleben der einzelnen Teile schult darüber hinaus die Feinmotorik.

Haben Sie Lust bekommen? Dann laden Sie sich einfach weiter unten unsere „Bus-Bastelvorlage“ herunter, und schon kann es losgehen!

 

Download der „Bus-Bastelvorlage“

Build A Bus Rehab Download

Anleitung

  1. Drucken Sie die Busteile aus. Nehmen Sie einen Schuhkarton oder eine Schachtel als Bus, und wickeln Sie ihn in einfaches Papier ein.
  2. Schneiden Sie zusammen mit ihrem Kind die Busteile aus. Eventuell müssen Sie ihm beim Ausschneiden zur Hand gehen.
  3. Sprechen Sie während dem Ausschneiden über die einzelnen Teile des Busses, und wozu sie gut sind: „Wenn es regnet, schaltet der Fahrer die Wischer ein, damit er sehen kann.“ Legen Sie alle Teile nebeneinander auf den Tisch.
  4. Bringen Sie Ihrem Kind zeitliche Begriffe wie erstes und nächstes bei. Entscheiden Sie gemeinsam, welches Teil als erstes, als nächstes und als letztes aufgeklebt werden soll.
  5. Bringen Sie Ihrem Kind Ortsangaben wie vorn, hinten, seitlich und in der Mitte bei. Sprechen Sie darüber, wo die Teile hingehören, z. B.: „Der Fahrer muss vorne sitzen, damit er die Straße sehen kann. Die Tür kleben wir seitlich an, so wie an dem Bus, mit dem wir zum Einkaufen fahren.“
  6. Helfen Sie Ihrem Kind beim Aufkleben der Teile. Aber bevor Sie die Tube aufschrauben, sollten Sie Ihrem Kind die Chance geben, es selbst zu tun. Wenn es das nicht schafft, schauen Sie es erwartungsvoll an, damit es Sie beim Öffnen um Hilfe bittet: „Mach das bitte für mich auf“ oder „Hilf mir, Mami“.
  7. Bohren Sie in der Radmitte und seitlich am Bus ein Loch. Befestigen Sie das Rad mit einer Reißzwecke, so dass es sich drehen lässt. Erklären Sie, was Sie gerade tun: „Wir müssen ein Loch in das Rad und dann in den Bus schneiden. Dann können wir das Rad befestigen. Jetzt lässt sich das Rad drehen.“ Warten Sie einen Moment, bevor Sie das zweite Rad anbringen, ob Ihr Kind die passenden Worte findet, um darauf hinzuweisen, dass noch mehr Räder benötigt werden, oder fragen Sie selbst nach.
  8. Schneiden Sie mit einem Bastelmesser die Tür an drei Seiten aus, damit man sie öffnen kann. Erklären Sie auch hier, was Sie gerade tun, warum Sie die Tür ausschneiden, und dass das Messer scharf ist.
  9. Üben Sie mit Ihrem Kind, Probleme mit Worten zu beschreiben und zu lösen. Wenn alle Teile aufgeklebt sind, könnten Sie darüber sprechen, was dem Bus jetzt noch fehlt: „Ojeh! Der Bus hat gar keine Scheinwerfer. Jetzt kann der Fahrer nichts sehen, wenn es dunkel wird. Wir sollten ein paar Scheinwerfer aufmalen.“
  10. Fügen Sie Fahrgäste hinzu, indem Sie die Bilder aus der Bastelvorlage ausschneiden und aufkleben. Alternativ können Sie auch Familienbilder oder Spielzeugfiguren verwenden. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, wer die Fahrgäste sind, wo sie sitzen werden und wo sie hinfahren.

 

Babies und kleinere Kinder

Selbst wenn Ihr Kind noch nicht sprechen kann oder nur über einen begrenzten Wortschatz verfügt, können Sie mit diesem Spiel neue Begriffe und Satzstrukturen einbringen. Im Folgenden finden Sie ein paar Beispiele dafür, wie eine solche Übung aussehen könnte.

  1. Wenn Sie über die einzelnen Teile des Busses sprechen, können Sie mit Lautmalereien arbeiten, wie „rundherum“ für die Räder oder „Wisch, Wisch, Wisch“ für die Scheibenwischer, „auf, zu“ für die Tür, „Hallo“ für den Fahrer oder „Tut, Tut, Tut“ für die Hupe. Wiederholen Sie die Begriffe in einer Art Singsang: „Hier sind die Räder für den Bus. Sie drehen sich rundherum.“
  2. Wiederholen Sie jedes Mal das Tunwort, wenn Sie etwas tun. Wenn Sie zum Beispiel mit dem Aufkleben beschäftigt sind, sagen Sie: „es klebt, kleben kleben kleben“. Oder: „Ausschneiden, ausschneiden, die Tür ausschneiden“, wenn Sie die Tür ausschneiden.
  3. Erzählen Sie Ihrem Baby, wer die Fahrgäste sind und wo sie sitzen werden. „Hier ist die Oma. Hallo, Oma! Sie kann im Bus ganz vorn sitzen.“
  4. Wenn alle Teile angebracht sind, singen Sie das „Buslied“ und zeigen Sie beim Singen auf die jeweiligen Teile.
  5. Schieben Sie den Bus vor und zurück. Setzen Sie ein paar Spielfiguren in den Bus, und nehmen Sie sie wieder heraus. Sagen Sie dabei entsprechend Hallo und Tschüss.

 

Für ältere Kinder

Wenn Ihr Kind schon größer ist, können Sie mit diesem Spiel seinen Wortschatz erweitern und seine Entscheidungsfähigkeit fördern.Im Folgenden haben wir ein paar weiterführende Aufgaben für Sie zusammengestellt.

  1. Bringen Sie Ihrem Kind weitere Fahrzeugteile bei, wie Scheinwerfer, Hupe, Kennzeichen, Blinker und Lenkrad.
  2. Fragen Sie es, was man am Bus noch verbessern könnte. Zum Beispiel: „Ojeh, da sind keine Stufen. Wie kommen die Leute in den Bus?“ Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, eine Lösung zu finden: „Vielleicht können wir ein paar Stufen aufmalen oder aus Strohhalmen basteln.“
  3. Damit Ihr Kind lernt, einer Beschreibung zu folgen, können Sie abwechselnd einen Fahrgast beschreiben, den der andere erraten muss. Schneiden Sie ihn dann aus, und kleben Sie ihn auf den Bus. Lassen Sie Ihre Beschreibungen immer länger und komplexer werden, um das auditorische Gedächtnis Ihres Kindes zu trainieren.

 

 

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