in Gastartikel

MED-EL CI-Trägerin Emilia ist nun schon drei Monate in Costa Rica. In der Zwischenzeit ist viel passiert: Sie musste die Gastfamilie wechseln und zum ersten Mal ohne ihre Eltern in der Ferne Geburtstag feiern. Doch die Schönheit des Landes und seine Artenvielfalt hat es ihr echt angetan. Und Planschen im Vulkansee oder Babanaboot-Fahren. Alles kein Problem – trotz CI. Lesen Sie selbst, wie Emilia Ihre Erlebnisse in eigenen Worten schildert. Und nachträglich vom gesamten MED-EL Team natürlich: Alles Gute zum Geburtstag, liebe Emilia! ¡Feliz cumpleaños!

 

„Nun bin Ich schon seit drei Monaten in Costa Rica. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht! In den letzten zwei Monaten hat sich so einiges getan, denn ich habe die Gastfamilie gewechselt. In der alten Gastfamilie sind einige Dinge vorgefallen, die das Zusammenleben unmöglich machten. So kam es dann, dass ich genau an meinem Geburtstag im September, die Familie gewechselt habe. Ein Mitarbeiter meiner Organisation hat mich zu der neuen Gastfamilie gebracht, wo ich schon mit Geburtstagskuchen und Geschenk empfangen wurde! Meine neue Gastmutter hat auch die Nachbarn mit deren Tochter eingeladen, die interessanterweise auch zwei CIs hat! Wir haben dann noch ein wenig gefeiert bis es Abend wurde und wir zu Bett gingen. Seitdem haben sich einige Dinge ereignet. Ich habe einen Kolibri und eine Vogelspinne (auf dem Bürgersteig!) gesehen.

Ende September habe ich dann mit meiner Organisation einen Ausflug zum „Arenal Vulkan“ gemacht, dem aktivsten des Landes und auch einer der aktivsten auf der ganzen Erde. Er liegt in der Provinz Alajuela. Am Fuße des Vulkans befindet sich der Ort „La Fortuna“, wo auch unser Hotel war. Wir haben dann direkt nach der Ankunft eine Art Tierpark in einem Naturschutzgebiet besichtigt, wo wir einige exotische Tiere wie Faultiere, Krokodile und Frösche gesehen haben. Am Abend des ersten Tages waren wir noch in den heißen Thermalquellen baden und haben anschließend den Abend am Hotelpool ausklingen lassen. Am nächsten Morgen ging es dann mit einer kleinen Gruppe von Austauschschülern zu einem Wasserfall, während eine andere Gruppe sich zeitgleich zum „Canopy“ aufgemacht hat, wo man an einem Seil über den Dschungel saust. Wir wanderten zu dem Wasserfall, der unglaublich beeindruckend und riesig war und ohne Zweifel, der schönste, den ich je gesehen habe. Er hatte eine wunderschöne türkise Farbe und genau die richtige Temperatur um in dem See in den er floss zu baden. Das haben wir dann natürlich auch getan und es war eines der schönsten Erlebnisse in meinem Auslandsjahr bis jetzt und ich möchte unbedingt wieder dorthin!

Zweieinhalb Wochen später folgte schon der nächste Ausflug und zwar nach „Bocas del Toro“ in Panama! Da wir ja in ein anderes Land gefahren sind, dauerte die Anreise auch entsprechend lange: 11 Stunden mit dem Bus und danach noch eine Stunde mit dem Boot, da unser Hotel auf einer kleinen Insel lag, auf der auch nur das Hotel war und sonst nichts. Am ersten Tag nach der Anreise sind wir mit dem Boot rausgefahren um zu Schnorcheln. Danach sind wir mit dem Boot zu einem Strand auf einer wunderschönen unbewohnten karibischen Insel, die nur aus Mangroven, Palmen und Sand bestand, weitergefahren. Dort konnten wir auch einen Pelikan beobachten, der die ganze Zeit um die kleine Insel flog. Nach einigen Stunden, die wir mit Planschen im Meer verbrachten, mussten wir leider auch schon wieder zum Hotel aufbrechen. Auf dem Rückweg haben wir dann in einem Mangrovenwald an dem wir vorbeigefahren sind noch Faultiere gesehen. Am Hotel angekommen, sollte es aber noch nicht aufhören mit den exotischen Tieren, denn auf dem Weg zu meiner Hütte habe ich etliche Krebse die mindestens so groß wie mein Gesicht waren, gesehen, sowie einen kleinen Rochen als ich einen Steg überquert habe.

Am nächsten Tag sind wir auf die Hauptinsel, wo wir uns Souvenirs kaufen konnten und dann noch zu einem anderen Strand gefahren, der auch mit wunderschönem karibischem Flair beeindruckt hat. Dort bin ich unter anderem mit meinen Freundinnen Bananenboot gefahren, wobei wir auch Delfine gesehen haben. Auch dieser Tag hat sich leider irgendwann dem Ende zugeneigt, sodass wir zurück zum Hotel mussten. Am nächsten Morgen mussten wir leider schon ganz früh abreisen. Nach einer erneuten langen Busfahrt sind wir dann wieder in Costa Rica angekommen. Hier gibt es gerade kein fließendes Wasser, was für mich auf jeden Fall mal etwas ganz neues ist, da es in Deutschland immer fließendes Wasser gibt, wofür ich echt dankbar bin.

Allgemein bin ich wirklich extrem dankbar für alles, was ich in Deutschland habe, wie zum Beispiel die Freiheiten oder die Privilegien, die man als Deutscher hat oder auch einfach nur dafür, dass in Deutschland alles so toll organisiert und durchgeplant ist. Zum Beispiel würde ich mich nie wieder über die deutsche Bahn/Busse beschweren, denn es gibt immerhin Fahrpläne, die es in Costa Rica nicht gibt. In Costa Rica weiß man eben zum Beispiel nicht, wann der Bus kommt und welchen man nehmen muss, wenn eine einheimische Person es einem vorher nicht gesagt hat, da man es auch nicht einfach im Internet nachschauen kann. Meine Sicht auf viele Dinge hat sich einfach geändert durch das Auslandsjahr bis jetzt. Ich habe einfach erkannt, dass Costa Rica und Deutschland extrem unterschiedlich sind, was aber nicht heißen muss, dass Costa Rica schlechter ist, denn es ist ein Land, das eine atemberaubende Natur, sowie nette Menschen zu bieten hat.

Von dieser Natur bekomme ich hoffentlich bald noch viel mehr zu sehen, wenn ich Sommerferien habe. Ja, richtig gelesen. Sommerferien. Das liegt daran, dass Costa Rica sich so nah am Äquator befindet, weshalb hier der Sommer ist, wenn in Deutschland das Thermometer auf Minusgrade herunter klettert. Die Ferien fangen Ende November an und gehen dann bis Februar. In den Ferien werde ich an einem Surfcamp teilnehmen. Außerdem werde ich im Rahmen eines Schildkrötenprojektes um die Artenvielfalt der vom Aussterben bedrohten Schildkrötenarten zu erhalten, Aufgaben übernehmen, wie deren Nester umsiedeln, den Babyschildkröten ins Meer helfen oder auch den Strand von Plastikmüll befreien. Außerdem werde ich vielleicht in einer Tierauffangstation sowie in einem Agrarprojekt im Dschungel  dabei sein. Nach den Ferien werde ich sicherlich viel zu berichten haben!“

 

Danke, Emilia, viel Erfolg für dein Auslandsjahr in Cosa Rica.  Wir sind auf deinen nächsten Bericht sehr gespannt.

 

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