in Gastartikel

Als Stefanie Schweda auf zwei ihrer vielen Reisen rund um den Globus zunächst in Vietnam und später in Australien erstmals Schmerzen und ein Gefühl wie Wasser in ihrem rechten Ohr bemerkte, dachte sich die Weltenbummlerin zunächst nicht viel dabei. Erst als sich ihr Gehör auf beiden Seiten mit der Zeit immer weiter verschlechterte und die zunehmende Schwerhörigkeit auch von einem Tinnitus und feuchten Ohren begleitet wurde, wusste die Berlinerin, dass sie handeln musste und suchte einen HNO-Arzt auf. Dieser verschrieb ihr Hörgeräte, die Stefanie Schweda zwar beim Hören unterstützten doch häufige Entzündungen durch ihre Ohrpassstücke machten es der Musikliebhaberin zunehmend schwieriger Hörhilfen schmerzfrei zu tragen. Alsbald verwendete sie diese nur noch, wenn sie mit anderen Menschen zusammen war. Nach einer weiteren Untersuchung, die eine Gehörgangsstenose (Verengung des äußeren Gehörgangs) in beiden Ohren ergab und einer darauf folgenden erfolglosen Operation, die ihren linken Gehörgang öffnen sollte, erfuhr die Radiomoderatorin über den behandelnden Oberarzt von der VIBRANT SOUNDBRIDGE, der das aktive Mittelohrimplantat-System als Behandlungsmöglichkeit vorschlug.

Seiner Empfehlung folgend, entschied sich Stefanie Schweda schließlich für diese Hörlösung und wurde 2020 mit einer VIBRANT SOUNDBRIDGE auf der linken Seite versorgt. Bereut hat sie diesen Schritt seitdem keinen Tag. „Als mein SAMBA 2 Audioprozessor angepasst wurde, kam ich mir vor wie in einem dieser YouTube-Videos, in denen ein Kind zum ersten Mal die Stimme der Eltern hört und laut juchzt. Wir waren alle ein bisschen aufgedreht und ich habe ein paar Tränen verdrückt“, erinnert sich die glückliche Nutzerin an diesen ganz besonderen Moment zurück. Auch heute werden ihre Augen immer noch ein wenig feucht, wenn sie an ihre ersten Höreindrücke zurückdenkt: Ein Vogel, der in der Hecke neben ihr glücklich zwitscherte, das Maunzen und Schnurren ihrer beiden Kater oder der Klang von Beethovens Mondscheinsonate. Wenn Stefanie Schweda die Klangqualität des Hörimplantats mit ihren Hörgeräten vergleicht, fällt ihr Urteil eindeutig aus.

Zwar ist sie nur linksseitig mit einem Hörimplantat versorgt und trägt rechts weiterhin ein Hörgerät, doch hat sich ihr Hörerlebnis deutlich verbessert.  Meist nutzt die kulturaffine und unternehmungslustige Frau das Programm, das Hintergrundgeräusche ausblendet, wodurch sie auch Menschen, die flüstern oder die Stimme senken, versteht. Auch ihr Arbeitsalltag gestaltet sich nun deutlich entlastender, denn sogar durch Kopfhörer hindurch kann sich Stefanie Schweda gut mit ihren Kollegen unterhalten. Gespannt ist sie auch darauf, wie sich ihr „neues Ohr“ im Kino oder im Theater verhält. Pandemiebedingt konnte sie dies leider noch nicht ausprobieren. Was auf jeden Fall schon jetzt hervorragend klappt, ist das Musik hören „Das mache ich – wie alle anderen auch – vor allem im Auto, da stelle ich sie schön laut und mache mir dafür den Sound etwas „weicher“, weil Popmusik ab einer gewissen Lautstärke schrill klingt. Klassische Musik klingt auch aus Lautsprechern fantastisch. Wenn ich die SAMBA 2 GO Bluetooth-Schlinge dabeihabe, höre ich mit ihr gern Musik und Podcasts, weil ich mir dann Kopfhörer erspare“, so die Nutzerin glücklich.

 

„Ich habe die Entscheidung für die VIBRANT SOUNDBRIDGE keinen Tag bereut“

Auch bei dem VIBRANT SOUNDBRIDGE-Nutzer Prof. Friedrich Pieper blieb der Hörverlust zunächst unentdeckt. Zwar bemerkte seine schwäbische Patchwork-Familie bereits in den 1970-er Jahren, dass etwas mit seinem Gehör nicht stimmen konnte, da der Familienvater oft vieles nicht verstand. Doch eine Kontrolluntersuchung konnte damals keinen signifikanten Hörverlust feststellen. Erst rund 20 Jahre später fühlte sich Prof. Pieper selbst durch sein immer schlechter werdendes Hörvermögen im privaten wie beruflichen Alltag zunehmend beeinträchtig. Insbesondere in großen Menschengruppen und lauter Umgebung, konnte der damals 57-Jährige immer schwieriger Unterhaltungen folgen. Ein erneuter Besuch beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt bestätigte schließlich die Vermutung einer Innenohrschwerhörigkeit, die zunächst beidseitig mit Hörgeräten behandelt wurde. Unangenehme Rückkopplungs- und unnatürliche Klangeffekte machten jedoch das Hören für Prof. Pieper derart unerträglich, dass er seine Hörgeräte nach wenigen Monaten nicht mehr nutzte. Auf der Suche nach möglichen Behandlungsalternativen wurde er schließlich auf die VIBRANT SOUNDBRIDGE (VSB) aufmerksam und nach ausführlichen Untersuchungen wurde er im Januar 2005 auf der rechten Seite und im März 2006 auf der linken Seite mit dem Mittelohrimplantat-System versorgt. Bereits nach der ersten Implantation verbesserte sich sein Hörvermögen in den meisten Situationen deutlich.

Mit der Versorgung der zweiten Seite konnte Prof. Pieper sogar noch weitere Verbesserungen feststellen. „Mein Sprachverstehen ist in ruhiger Umgebung exzellent, in einer Laborumgebung ist es heute sogar besser als bei vielen Normalhörenden“, so der Hörimplantat-Nutzer zufrieden. Auch die Klangqualität beschreibt Prof. Pieper als natürlich. Nach seinen negativen Erfahrungen mit den Hörgeräten, freut er sich besonders, dass Rückkopplungen mit dem Implantat-System zuverlässig vermieden werden. Heute sind seine Hörimplantate für ihn unverzichtbar und auch wenn nicht immer alles perfekt funktioniert, würde er sich immer wieder für seine Hörimplantate entscheiden. „Prof. Pieper zählt seit vielen Jahren zu meinen Kunden. Durch die jahrelange Betreuung habe ich hautnah mitverfolgen können, welche Verbesserungen die VIBRANT SOUNDBRIDGE bei Prof. Pieper bewirken konnte. Als aktives Mittelohrimplantat stellt sie eine Behandlungsmöglichkeit zu konventionellen Hörhilfen für Menschen mit einer leichten bis mittelgradigen Innenohrschwerhörigkeit oder mit einem Schallleitungs- und kombinierten Hörverlust dar.

Insbesondere für Betroffene wie Prof. Pieper, die darüber hinaus aus medizinischen Gründen keine Hörgeräte tragen können oder diese wirkungslos sind, kann sie eine gute Lösung sein. Wie die BONEBRIDGE ist auch die VIBRANT SOUNDBRIDGE ein implantierbares Hörsystem, das aus zwei Komponenten besteht: dem chirurgisch unter der Haut an der äußeren Schädeldecke platzierten Implantat und einem hinter dem Ohr getragenen Audioprozessor, der über einen Magneten mit dem Implantat verbunden ist. Mittels eines sogenannten Floating Mass Transducers, einer Art Schwingkörper, der im Mittelohr befestigt ist, werden die Signale in mechanische Schwingungen umgewandelt, welche die Mittelohrstrukturen in Bewegung versetzen. Durch die mechanischen Schwingungen wird der Schall über das Innenohr zum Gehirn weitergeleitet, wo dieser als Klang wahrgenommen und so das Hören ermöglicht wird“, so Eberhard Aigner.

 

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