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Ob Sie das Cochleaimplantat gerade erst erhalten haben oder Ihres schon längere Zeit tragen, werden Sie immer wieder mit gehörspezifischen Begriffen und Redensweisen konfrontiert. All diese unterschiedlichen Begriffe aus der Welt des Hörens können ziemlich verwirrend sein! Deshalb haben wir eine Liste zusammengestellt, um Ihnen bei Ihren Gesprächen mit Gehörspezialisten oder medizinischem Fachpersonal zu helfen.

 

Begriffe in Bezug auf die Reaktion des Gehirns auf Klänge

1. Aktiv hören: aufmerksam einem Klang zuhören oder sich bemühen, einen bestimmten Klang zu hören.

2. Hören: die Fähigkeit, Klang wahrzunehmen.

3. Wahrnehmung: die Fähigkeit, einen vorhandenen Klang zu bemerken.

4. Unterscheidung: die Fähigkeit, unterschiedliche Klänge voneinander abzugrenzen.

5. Gesprochene Sprache: der physikalische Prozess der Lautbildung mit den Lippen, der Zunge und anderen Sprechorganen.

6. Sprache: System von Symbolen oder Lauten, die zur Kommunikation von Gedanken, Emotionen usw. verwendet werden.

 

Begriffe im Zusammenhang mit dem Hören

7. Chronologisches Alter: das Alter eines Menschen, gemessen ab dem Geburtsdatum.

8. Höralter: wie lange jemand schon z. B. eine Hörhilfe oder ein Cochleaimplantat für seinen Hörverlust trägt. Dieser Begriff wird häufig verwendet, um die auditorische Entwicklung eines Menschen präziser wiederzugeben als sein Alter in Jahren seit der Geburt.

9. Umgebungsgeräusche: alle nicht-stimmlichen Klänge aus dem Alltag, wie das Klingeln eines Telefons, das Zwitschern von Vögeln oder Verkehrslärm

 

Begriffe im Zusammenhang mit Sprache

10. Expressive Sprache: gesprochene oder Gebärdensprache, über die Gedanken, Intentionen oder Emotionen vermittelt werden.

11. Körpersprache: Einsatz von Gesten, Gesichtsausdrücken oder Körperbewegungen, um rein physisch zu kommunizieren; wird entweder anstelle von oder auch unter Zuhilfenahme von mündlicher Kommunikation verwendet.

12. Kommunikation: das Sprechen oder der Austausch von Informationen über die Interaktion mit anderen Menschen.

13. Lautbildung: jeder Laut, den eine Person erzeugt

14. Mündliche Sprache: dasselbe wie gesprochene Sprache.

15. Geste: Körperbewegung zum Zweck der Kommunikation, wie das Zeigen auf einen Gegenstand oder das Winken zur Begrüßung.

16. Plappern: Lauterzeugung mit der Stimme, wobei dieselbe Silbe wiederholt wird, wie „Ba-ba“. Oder die Verwendung einer Reihe von ähnlich klingenden Silben wie „Ba-ma-ba-ma“.

17. Lautmalerei: von Babys produzierte Aneinanderreihung von Silben und Lauten, die wie gesprochene Sprache klingt, aber noch keine echte Sprache ist.

18. Präverbale Phase: wenn Babys und Kleinkinder mit ihrer Umgebung über Plappern und Lautmalereien kommunizieren, statt echte Worte zu verwenden.

19. Vorsprachlich: Zeitraum vor dem Spracherwerb.

20. Konsonanten-ähnliche Laute: die ersten Laute eines Babys vor und während der Plapperphase, die wie Konsonanten klingen, aber noch nicht perfekt sind.

21. Konsonanten: alle Buchstaben und Laute einer Sprache, die keine Vokale sind und für die der/die Sprechende Kehle, Mund oder Lippen vollständig schließen muss (im Deutschen gehören beispielsweise b, f, m und t zu den Konsonanten).

22. Äußerung: kontinuierliche Lautbildung oder Phrase. Bei Verwendung von Sprache könnte daraus ein gesprochener Satz entstehen.

23. Phoneme: die kleinste Lauteinheit, die ein Mensch unterscheiden kann, wie /k/ oder /t/. Phoneme sind die Bausteine für Silben und Wörter.

24. Silbe: Teil eines Worts; das Wort „Prozessor“ besteht beispielsweise aus drei Silben (Pro-zes-sor), Wasser aus zwei (Was-ser).

 

Begriffe im Zusammenhang mit der Bewertung des Hörvermögens

25. Dezibel: Einheit für die Lautstärke eines Klangs, z. B. ob er laut oder leise ist. Wird häufig als „dB“ abgekürzt – je niedriger die Zahl, desto leiser ist der Ton.

26. Frequenz: Messeinheit für die Tonhöhe, ob ein Ton beispielsweise hoch oder tief ist. Wird häufig in Hertz (Hz) angegeben, wobei eine kleinere Zahl für einen tiefen Ton steht.

27. Intensität: im Zusammenhang mit Klängen ein anderer Begriff für „Lautstärke“.

28. Anpassung: Vorgang, bei dem der Audioprozessor eines Cochleaimplantat auf den jeweiligen Benutzer eingestellt wird, manchmal auch als „Programmierung“ oder „Mapping“ bezeichnet.

29. Hörhilfen-Test: Testzeitraum von 2–3 Monaten für Hörhilfen, um herauszufinden, ob sie eine angemessene Lösung für den Gehörverlust darstellen.

30. Implizites Lernen: natürliche Form des Lernens ohne Unterweisung oder unmittelbares Zeigen.

Geben Ihnen manche Begriffe noch immer Rätsel auf? Sie können Ihren Gehörspezialisten (Audiologen, Therapeuten oder Lehrer für Gehörgeschädigte) immer fragen, wenn Sie etwas nicht verstehen.

 

Dieser Beitrag stammt von Donna Sperandio, Leiterin des Bereichs Rehabilitation bei MED-EL.

 

Gibt es Begriffe, die Ihrer Meinung nach in dieser Liste fehlen? Erzählen Sie uns davon im Kommentarfeld unten!

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