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Kinder lernen viel über Sprache und das soziale Miteinander, indem sie anderen zuhören. Da Kinder mit Hörverlust die Gespräche um sie herum nicht wahrnehmen, benötigen sie meist Unterstützung bei der Entwicklung ihrer emotionalen Intelligenz.

Unter emotionaler Intelligenz versteht man die Fähigkeit, Gefühle zu erkennen, einzuordnen und damit umzugehen. Untersuchungen haben ergeben, dass eine hohe emotionale Intelligenz in direktem Zusammenhang mit einer guten Gesundheit, gesunden Beziehungen und einer hohen Lebensqualität steht.

Im Folgenden möchten wir Ihnen ein paar praktische Tipps geben, um die emotionale Intelligenz Ihres Kindes zu fördern.

 

1: Eigene Gefühle mitteilen

Erklären Sie Ihrem Kind, wie Sie sich in einer bestimmten Situation fühlen, zum Beispiel: „Ich bin jetzt wirklich gereizt, weil ich meine Brille nicht finden kann.“ Indem Sie über Ihre Gefühle sprechen, kann Ihr Kind lernen, wie es unterschiedliches emotionales Vokabular im natürlichen Kontext verwenden kann.Gleichzeitig beginnt es, die Gründe zu verstehen, weshalb ein anderer gewisse Gefühle entwickelt.Bitten Sie auch andere Familienmitglieder, ihre Gefühle mitzuteilen, und woher sie kommen.

 

2: Über die Gefühle der anderen sprechen

Helfen Sie Ihrem Kind dabei, auf die Gefühle von Menschen in seiner Umgebung, von Charakteren in einem Buch oder Film bzw. in Magazinen oder auf Fotos zu achten. Sie könnten sagen: „Schau mal, das Mädchen, das sich ein Eis kauft! Sie hat ein so breites Grinsen, ich glaube, sie freut sich auf ihr Eis!“Oder: „Siehst du das Bild von dem Jungen, der so wütend aussieht?Vielleicht hat seine Mama ihm gesagt, dass er keinen Schokoriegel bekommt.“Damit zeigen Sie Ihrem Kind, dass Menschen aus diesem oder jenem Grund eigene Gefühle haben können. Die Gefühle von anderen zu erkennen, hilft Ihrem Kind, diese zu verstehen und Mitgefühl zu entwickeln.

 

3: Die Gefühle Ihres Kindes erkennen

Reagieren Sie, wenn Ihr Kind Gefühle zeigt, wenn es z. B. bei den Hausaufgaben frustriert ist.Sie könnten sagen: „Du siehst frustriert aus.Manchmal sind Hausaufgaben wirklich schwer.“ Indem Sie die Gefühle Ihres Kindes erkennen und beschreiben, geben Sie ihm weitere Möglichkeiten vor, seine Gefühle auszudrücken.

 

4:Komplexere Gefühlsbegriffe verwenden

Sobald Ihr Kind grundlegende Gefühlsbegriffe wie glücklich, traurig und böse kennt, sollten Sie zu komplexeren Begriffen übergehen, um seinen Wortschatz stetig zu erweitern.Hier einige Beispiele:

  • frustriert
  • verärgert
  • aufgeregt
  • verstimmt
  • enttäuscht
  • besorgt

 

5:Gefühlslagen nachspielen

Spielen Sie Gefühle nach, die Ihr Kind erraten muss, und wechseln Sie dann die Rollen.Singen Sie dasselbe Lied mit wechselnder emotionaler Stimmlage, zum Beispiel mit einer müden oder einer aufgeregten Stimme.Spielen Sie Szenen aus Büchern nach, oder erfinden Sie eigene Geschichten, und weisen Sie auf die Stimmungslage der Personen hin. Zum Beispiel: „Das Mädchen in dem Bild sieht verängstigt aus, deshalb spreche ich leise und mit ängstlicher Stimme.“

 

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