{"id":46966,"date":"2022-05-25T20:00:14","date_gmt":"2022-05-25T20:00:14","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.medel.com\/unkategorisiert\/30-jahre-med-el-deutschland\/"},"modified":"2023-04-05T09:04:27","modified_gmt":"2023-04-05T09:04:27","slug":"30-jahre-med-el-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.medel.com\/de\/gastartikel\/30-jahre-med-el-deutschland\/","title":{"rendered":"30 Jahre MED-EL Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1652851533709{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]<em>Als wir am 26.05.1992 mit MED-EL Deutschland die erste Tochter des \u00f6sterreichischen Medizintechnik-Unternehmens im bayerischen Starnberg gegr\u00fcndet haben, waren H\u00f6rimplantate weder Experten noch Laien ein Begriff. Echte Pionierarbeit war am deutschen Standort gefragt, die sich auszahlte. Heute, genau 30 Jahre sp\u00e4ter, ist MED-EL nicht nur einer der f\u00fchrenden Anbieter von implantierbaren und implantationsfreien H\u00f6rl\u00f6sungen. Unsere Produkte geh\u00f6ren l\u00e4ngst in das g\u00e4ngige Behandlungsspektrum der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und helfen Menschen auf der ganzen Welt dabei, auch dann h\u00f6ren zu k\u00f6nnen, wenn konventionelle H\u00f6rger\u00e4te nicht (mehr) ausreichen. Grund genug also, sich anl\u00e4sslich des 30-j\u00e4hrigen Firmenjubil\u00e4ums gemeinsam mit dem Mann der ersten Stunde, Dr. Eckhard Schulz, und MED-EL Deutschland Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Gregor Dittrich auf Zeitreise zu begeben \u2013 in die Vergangenheit und selbstverst\u00e4ndlich auch in die Zukunft.<\/em>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_single_image image=&#8220;44358&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; title=&#8220;Gregor Dittrich und Dr. Eckhart Schulz&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1652791275445{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]<\/p>\n<h2><strong>Gro\u00dfes, das im Kleinen entsteht. So k\u00f6nnte man die Geschichte von MED-EL Deutschland treffend zusammenfassen. Wie fing alles an?<\/strong><\/h2>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1652850440679{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]<strong>Schulz:<\/strong> Es fing buchst\u00e4blich ganz klein an. Mit einer winzigen Stellenanzeige, die ich 1992 in der S\u00fcddeutschen Zeitung entdeckte und einem Mini-Dachgeschossb\u00fcro in Starnberg, das ich in Folge meiner Einstellung zum Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der neu gegr\u00fcndeten MED-EL Deutschland GmbH mietete. Ich war der erste Mitarbeiter der deutschen Niederlassung und in der Anfangszeit auch der einzige. Mein Anrufbeantworter und ich bildeten das Team. Schnell wurde jedoch klar, dass dies nicht reichen w\u00fcrde, da ich den Vertrieb in neun L\u00e4ndern \u00fcbernahm. Neben Deutschland betreute ich auch die M\u00e4rkte Finnland, Schweden, Norwegen, Schweiz, Luxemburg, Belgien, Niederlande und D\u00e4nemark. Ich war praktisch nur unterwegs. Mein armer Anrufbeantworter, kam da schnell an seine Kapazit\u00e4tsgrenze und ich stellte meine erste Sekret\u00e4rin ein, die mir alle administrativen Aufgaben abnahm, w\u00e4hrend ich den Kontakt mit den damals rund 50 Kliniken in meinen Kernm\u00e4rkten aufnahm und durch die L\u00e4nder reiste, um MED-EL Produkte vorzustellen und Kliniken f\u00fcr unsere H\u00f6rl\u00f6sungen zu gewinnen. Eine meiner ersten Partner in diesem Bereich war die Uniklinik W\u00fcrzburg, schon damals f\u00fchrend im Bereich der Cochlea-Implantation. Das war ein toller Erfolg. Gleichzeitig habe ich Verbindungen zu den Selbsthilfegruppen der Geh\u00f6rlosenverb\u00e4nde aufgebaut und Veranstaltungen mit Kliniken f\u00fcr diese Betroffenen organisiert.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1652850814884{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]<\/p>\n<h2><strong>Das klingt nach echter Basis- und Pionierarbeit.<\/strong><\/h2>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1652850745067{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]<strong><em>Schulz<\/em>:<\/strong> Das war es auch. Heutzutage sind moderne H\u00f6rimplantate nat\u00fcrlich g\u00e4ngige Praxis, aber damals Anfang der 1990-er Jahre war es noch eine unbekannte Weltneuheit, der viele skeptisch begegneten. Die Geh\u00f6rlosen-Verb\u00e4nde organsierten Demonstrationen und auch innerhalb der Branche herrschte noch viel Unwissenheit. In diesem Spannungsfeld das Produkt zu platzieren, war eine echte Herausforderung.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1652792053412{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]<\/p>\n<h2><strong>Wie ist es Ihnen dennoch gelungen?<\/strong><\/h2>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1652850460690{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]<strong><em>Schulz<\/em>:<\/strong> Indem ich Vertrauen aufbaute, Br\u00fccken schlug und mit Vorurteilen aufr\u00e4umte. Aber das konnte ich dann nat\u00fcrlich nicht mehr alleine. Die Aufgaben wuchsen, da brauchte es einfach mehr Mitarbeiter. Ich stellte die ersten Clinical Engineers ein. Denn anders als heute waren die Hersteller von H\u00f6rimplantaten damals auch f\u00fcr die Voruntersuchungen, die postoperative Einstellung der Audioprozessoren und die Nachsorge verantwortlich.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1652792045307{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]<\/p>\n<h2><strong>1998 stie\u00dfen Sie dann, Herr Dittrich, zur MED-EL Deutschland-Familie. Wie kam es dazu?<\/strong><\/h2>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1652850473459{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]<strong><em>Dittrich<\/em>:<\/strong> Ich kam gerade frisch aus dem Physik-Studium mit Physiologie im Nebenfach und hatte mein Diplom gerade erst in der Tasche. Man k\u00f6nnte sicher sagen, dass ich noch ziemlich gr\u00fcn hinter den Ohren war. Auch hatte ich bis zu meinem Vorsprechen nie von einem Cochlea-Implantat geh\u00f6rt. Kein Wunder, war es bis dato ein absolutes Nischenprodukt. Das Vorstellungsgespr\u00e4ch bei Herrn Dr. Schulz \u00fcberzeugte mich jedoch sofort. Ich war fasziniert von den M\u00f6glichkeiten der modernen Medizintechnik. Ich sah einen Job mit Sinnstiftung und eine Chance mit einer zukunftsf\u00e4higen Firma zu wachsen \u2013 und so stieg ich als Clinical Engineer ein.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1652792159645{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]<\/p>\n<h2><strong>Was waren Ihre ganz pers\u00f6nlichen Meilensteine in der MED-EL Deutschland Firmengeschichte?<\/strong><\/h2>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1652850482839{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]<strong><em>Dittrich<\/em>:<\/strong> Die \u00dcbernahme der Verantwortung f\u00fcr die Vibrant Soundbridge, dem ersten aktiven Mittelohrimplantat, war auf jeden Fall ein ganz besonderes Highlight. Im Jahre 2005 gab es eine entscheidende Indikationserweiterung f\u00fcr die Vibrant Soundbridge, die den Bereich der H\u00f6rimplantate revolutionierte. Denn erstmals konnten wir auch Menschen mit einer kombinierten H\u00f6rst\u00f6rung eine L\u00f6sung anbieten, f\u00fcr die es bisher keine zufriedenstellenden Optionen gab. Meine erste Aufgabe war es, das Produkt im deutschen und Schweizer Markt bekannt zu machen. F\u00fcr mich war es eine unglaublich befriedigende Arbeit. Zu sehen, wie vielen Betroffenen wir helfen konnten, gab meinem Tun einen Sinn. Ein weiterer ganz pers\u00f6nlicher Meilenstein war f\u00fcr mich die Expansion der Firma nach Australien 2007. Man hatte mir die Aufgabe \u00fcbertragen, dort den Markt zu erschlie\u00dfen und ein B\u00fcro zu er\u00f6ffnen. Auch hier war Dr. Schulz mein Mentor und Vorbild. Denn von ihm hatte ich gelernt, wie man eine Niederlassung erfolgreich aufbaut und wie man mit Kunden, Mitarbeitern sowie Patienten achtsam und sozialkompetent umgeht. Das alles wurde mir durch Dr. Schulz vorgelebt \u2013 und das was sicher ein Schl\u00fcssel zum Erfolg.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1652792199163{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]<\/p>\n<h2><strong>Apropos Schl\u00fcssel zum Erfolg. Was macht aus Ihrer Sicht MED-EL Deutschland besonders aus und unterscheidet es von anderen Standorten?<\/strong><\/h2>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1652850493263{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]<strong><em>Schulz<\/em>:<\/strong> Den entscheidenden Unterschied machen unsere Mitarbeiter*innen. Denn nat\u00fcrlich sind wir \u2013und das gilt selbstverst\u00e4ndlich f\u00fcr MED-EL insgesamt \u2013 ein Hersteller mit exzellenten Produkten und tollen Ergebnissen. Doch, dass dies so ist, haben wir unseren Mitarbeitenden zu verdanken. Viele von Ihnen sind Kolleg*innen der ersten Stunde, die diesen Standort sowie diese Firmenkultur mitaufgebaut haben und diesen ganz besonderen MED-EL Spirit (vor)leben. Einige von ihnen sind sogar selbst mit einem H\u00f6rimplantat versorgt.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1652792259977{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]<\/p>\n<h2><strong>Der MED-EL-Spirit \u2013 was macht ihn aus?<\/strong><\/h2>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1652850543249{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]<strong><em>Schulz<\/em>:<\/strong> Unsere hohe Serviceorientierung. Unsere Mitarbeiter nehmen sich Zeit und sind kompetente Ansprechpartner, die mit viel Herzblut und pers\u00f6nlichem Engagement bei der Sache sind. Schon damals haben wir beispielsweise unseren Nutzer*innen einen Over-Night-Service garantiert. Heutzutage ist so etwas nat\u00fcrlich normal, aber damals war es ein absolutes Novum. Nicht selten bin ich zum Bahnhof gefahren und habe einen Ersatzprozessor dem IC-Kurier \u00fcbergeben, damit ein*e Nutzer*in am n\u00e4chsten Tag wieder ein funktionierendes Ger\u00e4t hatte, was am n\u00e4chstgelegenen Bahnhof abgeholt werden konnte. Diesen Servicegedanken haben wir uns bis heute erhalten. Freilich transportieren wir heute nichts mehr mit der Deutschen Bahn, sondern schicken in solchen F\u00e4llen einen Eilkurier direkt zu unseren Kunden nach Hause.<\/p>\n<p><strong><em>Dittrich<\/em>:<\/strong> Unser Anspruch war und ist es stets nah an unseren Nutzer*innen zu sein. Wir m\u00f6chten wissen, was sie bewegt und wie wir ihnen bestm\u00f6glich helfen k\u00f6nnen. In der logischen Konsequenz haben wir daher vor zehn Jahren unseren Kundenservice mit der Schaffung unserer acht Care Center, die sich in unmittelbarer N\u00e4he zu den gro\u00dfen CI-Zentren in Deutschland befinden, dezentralisiert. Dar\u00fcber hinaus haben wir ein gro\u00dfes Netzwerk an Servicepartnern aufgebaut und bis heute \u00fcber 400 H\u00f6rakustiker durch spezielle Schulungsangebote zu kompetenten Berater*innen in Bezug auf H\u00f6rimplantate ausgebildet. So erhalten alle unsere Nutzer*innen relativ ortsnah zu ihrem eigenen Wohnsitz Hilfe. Das macht unseren Standort auch ein St\u00fcck weit einzigartig, denn die Care Center gibt es so in keinem anderen Land. Auf der anderen Seite versuchen wir auch die Kliniken zu unterst\u00fctzen, wo es geht. Als kompetenter Ansprechpartner begegnen wir ihnen fachlich wie menschlich auf Augenh\u00f6he und bieten echte L\u00f6sungen f\u00fcr reale Probleme. Das st\u00e4rkt das Vertrauen und macht die Beziehungen zu all unseren Kund*innen belastbar. Ohne diese, w\u00fcrde nichts gehen.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1652792286866{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]<\/p>\n<h2><strong>Nicht nur im Bereich Kundenservice ist gerne MED-EL einen Schritt voraus. Doch wie l\u00e4sst sich die Tradition als Branchenpionier mit der Rolle als Innovationstreiber vereinen? <\/strong><\/h2>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1652850561180{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]<strong><em>Dittrich<\/em>:<\/strong> Im Bereich der H\u00f6rimplantologie waren wir immer ganz vorne mit dabei. Das Ehepaar Hochmair, die sp\u00e4teren Gr\u00fcnder von MED-EL, waren die Ersten, die ein mikroelektronischen Mehrkanal-Cochlea-Implantat entwickelt haben, das auch eingesetzt wurde. Das war damals 1977 der wissenschaftliche Durchbruch und eine medizintechnische Revolution. Und an diesen Meilenstein haben sich seither eine Reihe von Weltneuheiten angeschlossen. Zum Beispiel entwickelten wir den ersten Audioprozessor, der so klein war, dass man ihm hinter dem Ohr tragen konnte. Dieser kam 1991 auf den Markt und erm\u00f6glichte seinen Nutzer*innen ein bis zu diesem Zeitpunkt einzigartiges Sprachverst\u00e4ndnis. Einige Jahre sp\u00e4ter brachten wir den ersten Single-Unit-Prozessor heraus, der nur noch per Magnetkraft mit dem Implantat verbunden ist. Auch setzten wir fr\u00fch auf die Entwicklung von speziellen Elektroden, deren L\u00e4nge individuell auf den Patienten angepasst werden kann. 2003 verst\u00e4rkt Geoffrey Ball, Erfinder des weltweit ersten aktiven Mittelohrimplantats VIBRANT SOUNDBRIDGE (VSB) unser Team. 2005 brachten wir das SYNCHRONY EAS auf den Markt, ein Implantat-System f\u00fcr Menschen mit partiellem H\u00f6rverlust. 2012 folgt die BONEBRIDGE, ein aktives Knochenleitungsimplantat-System f\u00fcr Betroffene mit einem bleibenden H\u00f6rverlust nach Mittelohroperationen, bei Fehlbildungen oder allgemein bei Schallleitungsh\u00f6rverlust und kombiniertem H\u00f6rverlust \u2013 um nur einige Beispiele zu nennen. Viele unserer Produkte haben bis heute ein Alleinstellungsmerkmal am Markt. Daher sind wir heute auch der einzige Anbieter, der f\u00fcr jede Art von H\u00f6rverlust, eine passende L\u00f6sung anbietet, wenn H\u00f6rger\u00e4te nicht mehr helfen. Doch wir ruhen uns nicht auf unseren Lorbeeren aus und entwickeln unsere Produkte in alle Richtungen weiter. Insofern sind wir nat\u00fcrlich Pioniere und Innovationstreiber in Personalunion.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1652792328217{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]<\/p>\n<h2><strong>Wenn wir schon \u00fcber Innovationen sprechen. Lassen Sie uns einen Blick in die Zukunft werfen: An was forscht MED-EL derzeit ganz konkret?<\/strong><\/h2>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1652850570420{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]<strong><em>Dittrich<\/em>:<\/strong> Derzeit laufen die ersten Studien zu unserem ersten vollimplantierbaren Cochlea-Implantat-System, einer Technologie, die von au\u00dfen v\u00f6llig unsichtbar ist, da man auf den \u00e4u\u00dferlich getragenen Audioprozessor verzichten kann. Das klingt jetzt vielleicht trivial, aber f\u00fcr unsere Nutzer*innen bedeutet dies einen weiteren Schritt zu noch mehr Lebensqualit\u00e4t. Ein Vollimplantat erlaubt ihnen n\u00e4mlich ein 24\/7-H\u00f6ren, das heute so noch nicht m\u00f6glich ist \u2013 dazu frei von der immer noch weit verbreiteten Stigmatisierung, die eine sichtbare H\u00f6rhilfe mit sich bringt. Parallel forschen wir auch an einer Kombination aus Medizintechnik und Pharmakologie. Ziel ist es, mit pharmakologischen Produkten die Reizf\u00e4higkeit der Nerven zu verbessern, damit ein Implantat die Nerven noch besser stimulieren kann, das in der Folge unseren Nutzer*innen ein noch besseres H\u00f6rergebnis bieten wird. Dazu f\u00fchren wir zum Beispiel an der Medizinischen Hochschule in Hannover gro\u00dfe Projekte durch. Auch hier laufen die ersten Vorstudien.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1652792366056{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]<\/p>\n<h2><strong>Was ist mit der Weitentwicklung bestehender Produkte?<\/strong><\/h2>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1652850578655{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]<strong><em>Dittrich<\/em>:<\/strong> Das Implantat in all seinen Aspekten zu optimieren, ist und bleibt einer der wichtigsten Forschungsbereiche f\u00fcr uns. Derzeit arbeiten wir beispielsweise daran, die Unterschiede der menschlichen Cochlea aufzul\u00f6sen. Fr\u00fcher ist man davon ausgegangenen, dass die Cochlea bei jedem Menschen ungef\u00e4hr \u00e4hnlich ist und die Unterschiede nicht relevant seien. Heute wei\u00df man, die Unterschiede sind relativ gesehen riesig und m\u00fcssen bei einer H\u00f6rimplantat-Versorgung ber\u00fccksichtigt werden, wenn wir optimale Ergebnisse erzielen wollen. Aus diesem Grund bringen wir in diesem Jahr auch ein Update unseres OTOPLAN-Tools auf den Markt, das die Chirurg*innen bei der Vermessung der Cochlea noch besser unterst\u00fctzen wird. Ganz simpel ausgedr\u00fcckt: Der Chirurg, die Chirurgin spielt die CT- oder MRT-Daten in unsere Software ein. Mittels k\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) misst OTOPLAN automatisch die Gr\u00f6\u00dfe der Cochlea aus und macht einen Vorschlag f\u00fcr die passende Elektrode. Da sind wir derzeit einzigartig am Markt, da wir im Gegensatz zu anderen Herstellern individuelle Elektrodenl\u00e4ngen anbieten.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1652792401033{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]<\/p>\n<h2><strong>Doch auch in anderen Bereichen laufen spannende Forschungsprojekte. <\/strong><\/h2>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1652850600654{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]<strong><em>Dittrich<\/em>:<\/strong> Das ist richtig. Wir nutzen unsere Kernexpertise, das Bauen von stabilen und langlebigen Implantaten und unser Know-how in der Elektrostimulation, auch f\u00fcr Forschungen in anderen Bereichen au\u00dferhalb des Ohres. So sind wir jetzt schon seit einigen Jahren in der Entwicklung eines Implantats f\u00fcr Menschen, denen auf beiden Seiten Gleichgewichtsorgane ausgefallen sind, etwa durch eine Krankheit oder Virusinfektionen. Auch im Bereich der beidseitigen Stimmbandl\u00e4hmung forschen wir. Die L\u00f6sung f\u00fcr Betroffene k\u00f6nnte ein sogenannter Larynxstimulator sein, der mittels Elektrostimulation die Bewegung der Stimmlippen unterst\u00fctzt, sodass beim Atmen sich die Stimmlippen \u00f6ffnen und der Patient dennoch sprechen kann. Unsere Mission der vergangenen 30 Jahre war es, die Lebensqualit\u00e4t mit Hilfe innovativer Produkte zu verbessern \u2013 und das gilt genauso f\u00fcr die n\u00e4chsten 30. Daf\u00fcr geben wir jeden Tag unser Bestes. Hier am deutschen Standort sowie an allen anderen weltweit.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1652851117702{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]<em><a href=\"\/?page_id=4960\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Abonnieren Sie den MED-EL Blog<\/a>\u00a0und erhalten Sie stets die neuesten Gastbeitr\u00e4ge und Informationen zu MED-EL H\u00f6rl\u00f6sungen \u2013 direkt in Ihren Posteingang.<\/em>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als wir am 26.05.1992 mit MED-EL Deutschland die erste Tochter des \u00f6sterreichischen Medizintechnik-Unternehmens im bayerischen Starnberg gegr\u00fcndet haben, waren H\u00f6rimplantate weder Experten noch Laien ein Begriff. Echte Pionierarbeit war am deutschen Standort gefragt, die sich auszahlte. Heute, genau 30 Jahre sp\u00e4ter, ist MED-EL nicht nur einer der f\u00fchrenden Anbieter von implantierbaren und implantationsfreien H\u00f6rl\u00f6sungen. 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