in Rehab at Home, Tipps & Tricks

Eltern von Kindern mit Hörverlust konzentrieren sich häufig darauf, ihrem Kind „konkrete“ Sprache beizubringen, zum Beispiel für Gegenstände, Handlungen, Farben oder Zahlen. Sie verwenden meist weniger abstrakte Sprache. Dazu gehören Dinge, die man nicht berühren oder sehen kann, wie etwa Gedanken, Ideen, Gefühle und Ansichten, da die Eltern das Gefühl haben, dass diese Sprache zu schwierig für das Kind ist.
Der heutige „Rehab at Home“-Beitrag beschäftigt sich deshalb damit, wie Sie Ihrem Kind Sprache über Gedanken und Gefühlen auf einfache und unterhaltsame Art und Weise beibringen können.

Warum sollte ich meinem Kind Gedanken und Gefühle beibringen?

Kinder lernen viele Wörter und Begriffe, indem sie komplexe Gespräche mithören, die um sie herum stattfinden. Kinder mit Hörverlust können diese Konversationen häufig nicht so mithören, wie es andere Kinder tun. Das bedeutet, dass sie komplexere Wörter, besonders jene für abstrakte Konzepte wie Gedanken, Ideen und Perspektiven, möglicherweise nicht mitbekommen. Es ist daher wichtig, diese Art von Sprache so oft wie möglich in sinnvolle Situationen mit Ihrem Kind einzubauen. Diese Ausdrücke werden auch als „Mental State Words“ bezeichnet – also Wörter, die innere Zustände beschreiben, die in einem anderen Menschen vorgehen. Nutzen Sie diesen sprachlichen Input, wenn Sie mit Ihrem Kind sprechen, um es dabei zu unterstützen diese „Mental State Words“ zu verstehen und später selbst zu verwenden. Das wird Ihrem Kind auch dabei helfen, seine sozialen Fähigkeiten zu entwickeln.

Wie sollte ich meinem Kind Gedanken und Gefühle näherbringen? ?

Im folgenden Video zeigt Jessicas Mutter, wie man Sprache über Gedanken und Gefühle bei einem gemeinsamen Brettspiel einbauen kann. Fügen Sie beim Spielen Wörter wie hoffen, bevorzugen, raten, denken oder wundern hinzu.

Sie können dieses Brettspiel unten herunterladen, aber natürlich können Sie diese Techniken mit allen Karten- oder Brettspielen verwenden, die Sie bereits zu Hause haben.
Sie können das „Wilde Tiere“ Brettspiel hier herunterladen.

Hinweis: Das folgende Video ist auf Englisch mit deutschen Untertiteln verfügbar. 

Hier noch weitere Möglichkeiten, wie Sie Ihrem Kind Gedanken und Gefühle im Alltag beibringen können.

Aktivitäten für jüngere Kinder

  • Sprechen Sie über persönliche Vorlieben während Sie Dinge gemeinsam auswählen (zum Beispiel Kleidung, Essen, Farben oder Spielzeug), um Ihrem Kind Wörter wie mögen, denken oder sich fragen beizubringen: „Ich mag Käse“, „Ich denke, Papas Lieblingsfarbe ist Grün“, „Ich frage mich, was dein Bruder wohl gerne zum Essen hätte?“.
  • Sprechen Sie im Laufe des Tages über Ihre eigenen Gefühle, die Gefühle des Kindes und die Gefühle anderer Personen. Denken Sie daran zu erklären, warum Sie sich so fühlen. „Du freust dich gerade sehr, ein Eis zu essen“, „Das Mädchen sieht besorgt aus, weil sie ihre Mama nicht finden kann“.

Aktivitäten für ältere Kinder

  • Nutzen Sie die Gelegenheit, wenn Sie zusammen Geschichten lesen, um Vorhersagen darüber zu machen, was Ihrer Meinung nach als Nächstes passieren könnte: „Ich glaube, der Riese wird das Haus niederreißen, weil er wütend aussieht“.”
  • Verwenden Sie „fortgeschrittene“ Emotionswörter, um Ihre eigenen Gefühle und die Gefühle anderer Personen oder Figuren zu benennen, zum Beispiel enttäuscht, besorgt, verärgert, unglücklich oder überfordert. Denken Sie daran, zu erklären, warum Sie oder andere Personen sich so fühlen könnten.

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