in Gastartikel

Núria aus Spanien studiert Biomedizinische Analytik an der Universität Barcelona und trägt seit einigen Monaten das Knochenleitungshörsystem ADHEAR. Hier erzählt sie ihre (Hör-)Geschichte und erklärt, warum ADHEAR aus ihrem Unialltag nicht mehr wegzudenken ist:

 

Mein Name ist Núria, ich bin 21 und komme aus einer kleinen Stadt in der Nähe von Barcelona. In meiner Freizeit gehe ich gerne mit Freunden aus, lese oder spiele Gitarre. Außerdem macht es mir große Freude zu reisen und andere Kulturen kennenzulernen.

 

Hörverlust wegen des Cushing-Syndroms

Ich habe eine Zwillingsschwester namens Neus und wir wurden beide mit bilateralem Schallleitungshörverlust geboren. Der Grund dafür ist eine seltene Erbkrankheit namens Cushing-Symphalangie, bei der die Gehörknöchelchen im Mittelohr miteinander verwachsen sind, was die Schallleitung erschwert. Auch manche Fingergelenke können betroffen sein und verwachsen. Es ist sehr ähnlich wie bei einer Otosklerose.

Als Neus und ich klein waren, sprachen wir sehr wenig. Unsere Eltern bemerkten, dass etwas nicht stimmte. Zuerst war das nicht so beunruhigend, weil Zwillinge üblicherweise ihre eigene Sprache entwickeln. Aber nachdem man uns auch im Kindergarten beim Spielen beobachtet hatte, empfahl man unseren Eltern, unser Gehör überprüfen zu lassen. Kurz darauf wurde im Kinderkrankenhaus Mittelohrschwerhörigkeit bei uns diagnostiziert.

Im Alter von drei Jahren wurden wir beide an einem Ohr operiert und die Funktion der Gehörknöchelchen bei einer Operation namens Stapedektomie wiederhergestellt. Da sich die Ärzte nicht sicher waren, ob das die richtige Lösung für Neus und mich war, wurden wir am jeweils anderen Ohr nicht operiert. Bald stellte sich jedoch heraus, dass der Eingriff der richtige Schritt gewesen war.

 

Eine normale Kindheit  

Dank der Stapedektomie lernten meine Schwester und ich rasch sprechen und wir entwickelten uns wie andere Kinder auch. Wir besuchten eine reguläre Grundschule und das Gymnasium und kamen immer gut ohne Hörhilfe zurecht. Wir hatten gute Noten, machten unseren Schulabschluss und studieren heute beide an der Universität. Mich haben die menschliche Physiologie und Genetik schon immer fasziniert, daher habe ich beschlossen, Biomedizinische Analytik zu studieren. Ich bin jetzt im dritten Studienjahr an der Universität Barcelona und finde es spannend, mehr über den menschlichen Körper und den Fortschritt der Wissenschaft zu lernen.

 

Uni-Alltag mit Hörverlust

An der Uni fühlte ich mich zum ersten Mal etwas unsicher wegen meines Hörverlusts. Besonders in großen Hörsälen mit vielen Menschen hatte ich häufig Sorge, ob ich alles gehört hatte und ob meine Notizen korrekt waren. Daher fragte ich meine Kommilitoninnen oft, ob ich die Professoren richtig verstanden hatte.

Ich hatte bereits circa zwei Jahre studiert, als ich beschloss, dass ich etwas gegen meinen Hörverlust und meine Unsicherheit an der Uni unternehmen musste. Meine Ärztin hat mir dann das ADHEAR gezeigt. Sie hat mir empfohlen, diese Hörlösung zu probieren, anstatt mich erneut einer Operation zu unterziehen. Meine Ärztin hat meine Schwester und mich immer unterstützt und lag auch mit dem ADHEAR vollkommen richtig. Dank der Experten in meinem Hörzentrum in Barcelona konnte ich es einige Zeit testen, um zu sehen, ob es mir hilft.

 

Mehr Selbstvertrauen durch ADHEAR

Ich hatte vor ADHEAR noch keine Erfahrungen mit Hörlösungen, da ich in der Schule immer gut ohne Hörhilfe zurechtgekommen war. Daher war es anfangs etwas ungewohnt. Aber nach kurzer Zeit war klar: ADHEAR ist perfekt für mich! Ich kann in meinem Uni-Alltag viel besser hören. Ich muss nun nicht mehr bei meinem Mitstudenten nachfragen oder in der ersten Reihe sitzen, sondern kann mir aussuchen, wo ich sitzen möchte. Ob in der ersten oder der letzten Reihe – mit ADHEAR kann ich der Vorlesung ohne Probleme folgen und mir Notizen machen. Das gibt mir so viel mehr Selbstbewusstsein!

Was ich am ADHEAR auch gut finde, ist, dass es – gerade bei langen Haaren – kaum sichtbar ist. In den paar Monaten, in denen ich ADHEAR an der Uni getragen habe, wurde ich erst einmal darauf angesprochen und so muss ich meinen Hörverlust nicht zum Thema machen, wenn ich das gerade nicht möchte.

 

Mein Tipp für Studierende mit Hörverlust

Anderen Studierenden mit Hörverlust würde ich gerne mit auf den Weg geben, sich von der neuen Umgebung nicht verunsichern zu lassen und dafür zu sorgen, dass sie alle Vortragenden verstehen und sich gut Notizen machen können. Leider wird an vielen Unis hier in Spanien kaum Rücksicht auf die Bedürfnisse von Menschen mit Hörverlust genommen. Und da man besonders in größeren Universitäten „anonym“ ist, ist man häufig auf sich allein gestellt und muss sich seine eigenen Lösungen suchen. Ich habe so eine Lösung gefunden – für mich war ADHEAR definitiv der richtige Schritt!

 

Danke, Núria!

 

Lesen Sie hier eine weitere ADHEAR-Erfolgsgeschichte und lernen Sie Robert kennen, der dank ADHEAR zurück in ein normales Leben gefunden hat.

 

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