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Mittelohrentzündungen: Sie sind schmerzhaft, sie machen schlechte Laune und die meisten von uns haben im Laufen ihres Lebens eine.

Eine Mittelohrentzündung – auch Otitis media genannt – tritt auf, wenn sich das Mittelohr entzündet und mit Flüssigkeit füllt. Das Ergebnis: Die Ohren tun weh und auch das Hören fällt schwer. Aber warum sind Mittelohrentzündungen im Winter eigentlich häufiger als in Sommer? Und wie kann eine kurzzeitige Ohrenentzündung zu langfristigem Hörverlust führen? Mehr dazu verraten wir Ihnen jetzt!

 

1. Mittelohrentzündungen sind nicht ansteckend…

…aber die Viren und Bakterien, die diese verursachen, sind es! Häufige Ursache einer Mittelohrentzündung ist eine Erkältung oder die Grippe. Unsere Ohren sind über die sogenannte Eustachische Röhre mit dem Rachenraum verbunden, weshalb es für Infektionen im Rachen oder Brustraum ein leichtes Spiel ist, sich in unseren Ohren auszubreiten. Einmal dort angekommen, sorgen sie dafür, dass sich unser Mittelohr mit Flüssigkeit füllt, was den Druck auf das Trommelfell erhöht und zu Ohrenschmerzen führt.

2. Mittelohrentzündungen sind im Winter häufiger als im Sommer.

Wenn man darüber nachdenkt, ist das eigentlich ganz logisch. Denn Mittelohrentzündungen werden häufig durch Erkältungen und die Grippe ausgelöst – im Winter sind mehr Erkältungs- und Grippeviren in Umlauf als im Sommer. Daher ist es wahrscheinlicher, dass Sie im Januar eine Mittelohrentzündung bekommen als im Juli.

3. Mittelohrentzündungen treten häufiger bei Kindern auf.

Das ist auf den ersten Blick weniger offensichtlich, aber auch hier gibt es eine logische Erklärung: Kinder bekommen aufgrund der Form ihrer Ohren häufiger eine Mittelohrentzündung als Erwachsene. Bei Erwachsenen ist die Eustachische Röhre (siehe Punkt 1) leicht geneigt und Flüssigkeit kann gut aus dem Mittelohr abfließen. Kinder hingegen haben eine flachere Eustachische Röhre, was das Abfließen von Flüssigkeit erschwert. Die warme Flüssigkeit im Mittelohr ist der perfekte Nährboden für Bakterien und daher sind Kinder anfälliger für Ohrentzündungen als Erwachsene.

4. Die meisten Ohrenentzündungen verschwinden von selbst.

Genau wie die Erkältungen oder die Grippe, die sie auslösen können, vergehen die meisten Ohrenentzündungen von selbst wieder. Daher verschreiben auch die meisten Ärzte keine Antibiotika, wenn die Symptome nicht bereits für mindestens drei Tage angehalten haben.

5. Mittelohrentzündungen können jedoch zu dauerhaftem Hörverlust führen.

Die meisten Ohrentzündungen können einen vorübergehenden Hörverlust verursachen. Die Flüssigkeit im Mittelohr hindert Schallwellen daran, bis zur Cochlea zu gelangen, was das Hören erschwert. Mit der Entzündung verschwindet normalerweise auch der temporäre Hörverlust, wenn die Flüssigkeit vom Mittelohr abfließen kann.

Bekommt man allerdings sehr häufig Mittelohrentzündungen (auch als chronische Mittelohrentzündung bekannt) oder eine besonders schwere Entzündung, kann das zu einem dauerhaften Schaden im Ohr führen. Denn damit Bakterien überleben und sich vermehren können, brauchen sie Nahrung. Daher beginnen sie das Trommelfell oder die drei kleinen Knochen im Mittelohr, die Gehörknöchelchen, abzutragen. Die beschädigten Strukturen können die Schallwellen dann nicht mehr richtig transportieren, was zu einem dauerhaften Schallleitungshörverlust führen kann.

6. Chronische Mittelohrentzündungen können die Sprachentwicklung von Kindern beeinträchtigen.

Am anfälligsten für Mittelohrentzündungen sind Menschen im Alter zwischen 6 und 18 Monaten. Unglücklicherweise ist genau diese Lebensphase eine der wichtigsten für unsere Sprachentwicklung. Kann ein Kind in dieser Phase also nicht richtig hören, hat es möglicherweise Probleme Hören, Sprechen oder sogar Lesen zu lernen. Daher ist es wichtig, dass Kinder, die regelmäßig an Mittelohrentzündungen leiden, früh mit einer passenden Hörlösung ausgestattet werden, um sie nicht in ihrer Sprachentwicklung zu beeinträchtigen.

7. Es ist möglich, trotz einer Ohrenentzündung zu hören.

Die gute Nachricht: Es gibt Hörlösungen, die dafür sorgen, dass Sie auch mit einer sehr schweren Mittelohrentzündung hören können. Knochenleitungshörsysteme wie ADHEAR sind schnell und einfach anzubringen bzw. abzunehmen, was bedeutet, dass sie während einer Ohrenentzündung kurzfristig getragen werden können, um weiterhin gut zu hören. Sobald die Entzündung abgeklungen ist, kann ADHEAR wieder abgelegt werden. Ein kleines Kind mit chronischer Mittelohrentzündung kann daher mit ADHEAR die Welt um sich herum hören und sprechen lernen wie jedes andere Kind.

 

 

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Sie haben Sorge, dass die Mittelohrentzündungen Ihres Kindes zu einem Hörverlust geführt haben? Dann achten Sie auf diese Anzeichen von Hörverlust bei Ihrem Kind!

 

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